Kulturpfad Bickendorf

KULTURPFAD
BICKENDORF

Zuerst ein paar Worte zum Kulturpfad Bickendorf ...

VORWORT

Unser Stadtteil im Nordwesten Kölns blickt auf eine lange Geschichte zurück. Davon zeugt eine Vielzahl an historischen und neuzeitlichen Gebäuden, vor allem aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Viele von ihnen stehen leider nicht unter Denkmalschutz, sind aber dennoch erhaltenswert, weil sie das Ortsbild von Bickendorf prägen und auf diese Weise die Identifikation der Menschen mit ihrem Stadtteil fördern. Leider verschwinden solche Häuser immer wieder zugunsten von häufig gesichtslosen Neubauten. Dem möchte die Initiative „Künstler für Bickendorf“ entgegenwirken und zum Erhalt der Gebäude beitragen. Unterstützt wird sie hierbei von der "Bickendorfer Interessengemeinschaft e.V." durch Veröffentlichungen im vierteljährig erscheinenden "BIG" Magazin.
Deshalb hat sie eine Liste mit historischen und aktuellen Bauten zusammengestellt, die den oben genannten Kriterien entsprechen. Sie steht mit Erläuterungen zu jedem Objekt hier unter kulturpfad-bickendorf.koeln im Internet und soll im Laufe der Zeit erweitert werden. Die Gebäude selbst werden durch ein rot-weißes Schild mit dem Logo „Kulturpfad Bickendorf“ gekennzeichnet. Über weitere Anregungen würden sich die Initiatoren freuen, auch eine spätere Erweiterung auf den Nachbarstadtteil Ossendorf ist denkbar. Der Kulturpfad Bickendorf orientiert sich am Konzept der Reihe „Kulturpfade“ vom Amt des Stadtkonservators, der diese leider eingestellt hat.
Die Initiative „Künstler für Bickendorf“ setzt sich für die gestalterische und städtebauliche Aufwertung unseres Stadtteils ein. Sie hat im Bebauungsplan „Rochusplatz“ eine Regelung durchgesetzt, die es ermöglicht, die Venloer Straße zu verlegen und den Rochusplatz auf der Nordseite der Venloer Straße neu zu gestalten. So soll ein Stadtteil- und Marktplatz entstehen, dessen Mittelpunkt das Wahrzeichen Bickendorfs, die Rochuskapelle, bildet. Auch die Idee, die Kreuzung von Venloer mit Wilhelm-Mauser- und Rochusstraße durch einen Kreisverkehr zu ersetzen, stammt von der Initiative. Zuletzt hat sie sich für den Erhalt des sogenannten Herzhäuschens engagiert, in dem eine jüdische Familie lebte, die von den Nationalsozialisten umgebracht wurde. Dieses Denkmal wird mit den originalen Steinen, die die „Künstler für Bickendorf“ nach dem Abriss geborgen haben, an alter Stelle neu errichtet.

Zurück Auf geht's !
Wir beginnen am südlichen Rand Bickendorfs. An der Kreuzung von Maarweg und Vogelsanger Straße wurden zwei Gebäude aus den 1920 er Jahren aufwändig saniert und umgebaut ...

1. Die ehemalige Fabrikantenvilla
und die Wagenhalle

Die Villa mit dem Treppenturm gehörte dem Fahrzeugfabrikanten Heinrich Scheele. In der alten Wagenfabrik nebenan wurden ab 1927 Elektrofahrzeuge aller Art produziert. Die Firma ging während der Weltwirtschaftskrise Bankrott. Für 70 Jahre zog dann der Betriebshof des städtischen Fuhramts ein. Danach wurde die Halle aufwändig für Architekturbüros umgebaut und die Villa von einer Anwaltskanzlei übernommen.

Start Weiter geht's an der Ecke Vogelsanger Straße/Vitalisstraße ...

2. Ehemalige Herbollackfabrik
heute Segro

Ab 1903 befand sich hier das Stammwerk der Lackfabrik Herbig- Haarhaus mit der Marke Herbol. 1968 an die BASF und Bayer AG Verkauft, gehörte die Produktionsstätte seit 1999 zur Akzo Nobel Deco GmbH. Inzwischen an den Mischkonzern Segro verkauft.

Zurück Gegenüber hat die Lackfabrik Kemper ein uraltes Relikt aus Bickendorfs Vergangenheit in ihre Obhut genommen ...

3. Das „Rude Krüz“

Bei diesem Kreuz handelt es sich um ein uraltes Wegekreuz, das im Volksmund den Beinamen das „Rude Krüz“ erhielt. Mit „Rude“ ist sowohl die Farbe als auch das Wort „Reue“ gemeint. Damit kam ihm auch die Bedeutung eines Gerichtskreuzes zu. (siehe Tafel neben dem Kreuz)

Zurück Wir folgen der Vitalisstraße, einem alten Prozessionsweg zur Vitaliskirche in Müngersdorf, in nördlicher Richtung vorbei an den neuen Mehrfamilienhäusern der GAG, die statt der „Mietskasernen“ aus den 1930er Jahren errichtet wurden. Auf der anderen Seite liegt das älteste Industriegebiet Bickendorfs. Bald erreichen wir den Rochusplatz mit seinem Kleinod, der Rochuskapelle ...

4. Die Rochuskapelle

Hierbei handelt es sich um das älteste erhaltene Bauwerk Bickendorfs, erbaut durch den Domherrn Heinrich Mehring 1670 nach der letzten großen Pest. Geweiht dem Pestheiligen St. Rochus. Ursprünglich gehörte die Kapelle zum Hof gegenüber, wo sich heute die Sparkasse Köln/Bonn befindet. Bei der Restaurierung 1733 wurde die Kapelle um die Hälfte verkleinert und 1842 nach der Explosion eines Pulverfasses in den heutigen Maßen wiederaufgebaut.

Zurück Wir überqueren die Venloer Straße und gelangen zur Rochusstraße, der ältesten Straße Bickendorfs. Die Rochusstraße verfügt noch über früher typische Seitengänge und –gassen. Auf der linken Seite haben sich drei stattliche Vorstadthäuser aus der Zeit erhalten, in der Bickendorf zu Köln eingemeindet wurde ...

5. Vorstadthaus Rochusstraße 33

Mehrfamilienhaus errichtet um 1900 mit reichem Fassadenschmuck, Wappen und stuckverzierter Toreinfahrt. Bis zu seiner Vertreibung 1938 wohnte und praktizierte hier der jüdische Arzt Dr. Ernst Rosenfeld, dessen früheres Behandlungszimmer mit seiner kostbaren Lederbespannung noch erhalten ist.

Zurück Visavis ...

6. Hausmannshaus

Hier hat sich ein typisches Hausmannshaus im Backsteinbau erhalten. Es gehörte einmal zum Breuerhof, die dahinter eine Spedition besaßen.

Zurück Wenige Schritte weiter an der rechten Straßenseite liegt der Feltenhof, der letzte seiner Art an der Rochusstraße ...

7. Der Feltenhof Rochusstraße 22

Ehemaliges Herrenhaus des Feltenhofes von 1883. Türe und Fenster mit gotischen Elementen. Hinter einer Toreinfahrt schließen sich die ehemaligen Wirtschaftsgebäude unverputzt und backsteinsichtig an.

Zurück Wir folgen den Windungen der Rochusstraße bis zur Einmündung des Häuschensweg. Auf der Rechten erhebt sich ein Gebäude, das sich von den anderen sehr unterscheidet ...

8. Die frühere Maschinenfabrik Bruncken

Hinter der streng klassizistischen Fassade wurden bis in die 1970er Jahre Ankerwicklungen für Elektromotoren hergestellt. Aus der Maschinenhalle entstanden Lofts für Künstler und Kulissenbauer.

Zurück An der Ecke gegenüber feiert der Backstein seine „Wiedergeburt“ ...

9. Die Wohnanlage „Antoniushof“

Zwei ehemalige fränkische Hofanlagen (19. Jahrhundert) wurden zur exquisiten Wohnanlage „Antoniushof“ umgebaut mit einem großen gepflasterten Innenhof als Ort der Muße und Begegnung. Die Gebäude wurden dabei teilweise erhalten bzw. in der typischen Backsteinbauweise ergänzt.

Zurück Visavis am Bickendorfer Kreisel liegt ein besonderer Schatz der Bickendorfer Kulturgeschichte ...

10. Das Brauhaus „Kääzmanns“

Das Brauhaus „Kääzmanns“ mit seinen Anröchter Bodenplatten und vielen historischen Bildern gibt es erst seit 2007. Vorher hieß das Lokal „Wutzstock“. Daran erinnert noch die Wetterfahne auf dem Dach. Davor trug es viele Jahre den Namen „En dr Lier“. Doch auch diese Gastwirtschaft lässt sich auf weitere Vorgänger bis um 1860 zurückdatieren und ist damit das älteste in seiner Form erhaltene Gasthaus im Stadtbezirk.

Zurück Wir folgender Subbelrather Straße stadtauswärts bis zum Grünen Brunnenweg auf der linken Seite ...

11. Das Haus „Grüner Brunnenweg 25

Der Stararchitekt Wilhelm Riphahn baute hier im Jahr 1930 sein einziges Privathaus in Bickendorf. Im streng funktionalen Bauhausstil plante Riphahn ein zweistöckiges Wohn- und Arztpraxishaus. Das Haus war so stabil gebaut, dass eine Granate, die das Gebäude 1944 bis in den Keller durchschlag, keinen größeren Schaden anrichtete.

Zurück Wir kehren zum Bickendorfer Kreisel zurück und überqueren am „Käätsmanns“ die Subbelrather Straße. Das neu errichtete Gebäudeensemble auf der linken Seite schließt die Bebauung um den Kreisel ab ...

12. Die „Bickendorfer Schweiz“

Mit „Bickendorfer Schweiz“ sind die Giebelhäuser über einer Natursteinmauer gemeint. Hinter der historisierenden Backsteinfassade heizt man mit moderner und umweltfreundlicher Wärmepumpentechnik.

Zurück Von einer Mauer geschützt liegt gegenüber die Schule „ Lindweiler Hof“ ...

13. Das Gut „Lindweiler Hof“

Das Gut „Linderweiler Hof“ zählt zu den ältesten in Bickendorf, erwähnt als Hof des Vogts vom Eigelstein im 15. Jahrhundert. An den ehemaligen Gutshof erinnern heute nur noch die alte Hofmauer und das Herrenhaus von 1885, das heute von der Schule „Lindweiler Hof“ genutzt wird.

Zurück In Sichtweite steht die Rochuskirche der katholischen Gemeinde ...

14. Die Rochuskirche

Der Gründungsbau wurde 1849 an dieser Stelle im neuromanischen Baustil errichtet. Als die Einwohnerzahl Bickendorfs stark anstieg, wurde 1880 der Grundstein zum Erweiterungsbau gelegt. Die Bomben des 2. Weltkrieges zerstörten Kirchturmdach und Langhaus mit seinem reich verzierten Deckengewölbe. Erhalten blieben Apsis und Kirchturm mit ihrer verschiedenfarbigen Backsteinornamentik.

Zurück Direkt gegenüber sehen wir das neue Gemeindzentrum ...

15. Das neue Gemeindezentrum „BiOsInn“

Bereits vor dem Krieg befand sich hier ein Pfarrzentrum mit Pfarr-Häusern und katholischer Volksschule. Alle Gebäude wurden durch die Bomben des 2. Weltkrieges zerstört. Außer der Schule wurden alle Gebäude neu errichtet. Die aus den1950er und 1960 er Jahren stammenden Gebäude waren nicht barrierefrei und stark renovierungsbedürftig. Aus Kostengründen kam eine Sanierung nicht in Frage. Beim Architektenwettbewerb erhielt das Büro Kaspar Kraemer Architekten den Zuschlag. Nach Abriss der Gebäude entstand der Neubau von Pfarrzentrum, Kindergarten, Pfarrbüro und Pfarrerwohnung nebst Tiefgarage. Das neue Ensemble orientiert sich an der einfachen und klaren Formensprache der romanischen Epoche. Eine beige-graue Ziegelstruktur, Glasflächen, Zinkeindeckung der Dächer und Begrünung unterstreichen die zurückhaltende Atmosphäre unter Beibehaltung der vorhandenen Freifläche als Gemeindeplatz.

Zurück Schräg gegenüber befindet sich die Kultgaststätte „Beim Jussi“ ...

16. Die „Restauration Thomas von 1846“

Die Restauration Thomas ist der älteste im Familienbesitz befindliche Gastronomiebetrieb Bickendorfs. Seine Geschichte ist eng mit dem Bau der Rochuskirche verbunden. Ein Vorfahre des heutigen Wirts verkaufte seinen Hof als Bauplatz an die katholische Kirche und ermöglichte so den Bau der Rochuskirche.

Zurück Am neu errichteten Gemeindezentrum vorbei führt der Weg die Feltenstraße entlang bis zum Ende der Häuserzeile auf der rechten Seite...

17. Wohngebäude der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Ehrenfeld

Die Dreifensterhäuser in der Feltenstraße 110 und 112 wurden im Jahr 1900 durch die GWG Ehrenfeld erbaut. Der Architekt war R. Brovot. Diese Häuser sind eine Synthese von ortsüblichen Dreifensterhäusern und dem Typ des Arbeiterwohnhauses mit verputzten Hausfronten, deren Schmuck Ziegelverblendungen am Sockel und um die Wandeinschnitte bilden. Die vereinzelten kleineren Hausgruppen dieses Typs ordnen sich unauffällig in das übrige Wohnumfeld ein.

Zurück Ein paar Schritte weiter stehen wir vor einem gusseisernen Tor ...

18. Der ehemalige Bickendorfer Friedhof

Die rote Backsteinmauer mit ihren beiden gusseisernen Toren gehört zum früheren Bickendorfer Friedhof, der hier von 1854 bis 1945 bestand. Heute erinnern das Hochkreuz und acht uralte Steinkreuze an die frühere Nutzung des Ortes, der mit seinem uralten Baumbestand und den Fledermauskolonien zu einem erhaltenswerten Landschaftsschutzgebiet geworden ist.

Zurück Wir verlassen den Park durch das zweite Tor und folgen der Feltenstraße nach rechts zum Sandweg bis in Höhe des Weißdornwegs ...

19. Der ehemalige Hochbunker

Auf der rechten Seite visavis dem Weißdornweg steht der ehemalige Hochbunker von Bickendorf. Er wurde 1942 während des Krieges errichtet und besaß von Anfang an zahlreiche Gauben. Die Außenwände sind bis heute meterdick. Nach dem Krieg wurden hier eine Zeit lang Schirme hergestellt. Später während des Balkankrieges zogen hier Kriegsflüchtlinge ein. Danach wurde der Bunker in eine moderne Wohnanlage umgebaut, wobei mit riesigen Schneidemaschinen in wochenlanger Arbeit Türen und Fenster hineingesägt wurden.

Zurück Der Weg führt weiter den Sandweg entlang bis zur Emilstraße, in die wir einbiegen ...

20. Die älteste Bickendorfer Siedlung an der Emilstraße

An der Emilstraße, die nach dem Zuckerbaron Emil Pfeiffer benannt wurde, stehen die Häuser der Ehrenfelder Wohnungsgenossenschaft. Einige haben ihre ursprüngliche Backsteinschichtung bis heute bewahrt. Die Siedlung von 1902 ist die älteste Bickendorfs und besaß an der Ecke Sandweg/Emilstraße bis zur Kriegszerstörung die Restauration „Emilshöhe“.

Zurück Folgt man dem Sandweg weiter stadtauswärts, so kommt man zur Gleisanlage der Frechen-Benzelrather- Eisenbahn. Dort steht in rotem Backstein erbaut das alte Stellwerk ...

21. Das ehemalige Stellwerk am Ossendorfer Weg

Der Bau aus den 1950er Jahren wird heute nicht mehr als Stellwerk gebraucht und dient seit einigen Jahren als Wohnraum. An der Gabelung von Mühlenweg und Ossendorfer Weg stand bis zu ihrem Abriss die Salentinsmühle. (Foto der Salentinsmühle) Heute erinnert nur noch der Straßenname „Mühlenweg“ an sie.

Zurück Der Weg führt zurück über den Sandweg bis gegenüber dem Cafe St. Mocca ...

22. Die Siedlung „Bickendorf I“

Die beiden Eingangshäuser am Rosengarten gehören zur Siedlung Bickendorf I, die von der Wohnungsbaugesellschaft GAG ab 1914 unter dem Motto „Lich, Luff un Bäumcher“ errichtet wurde. Der 1. Bauabschnitt wurde von den Essener Architekten Grod und Kaminsky ausgeführt. Am 2. Bauabschnitt war Wilhelm Riphahn ab 1918 beteiligt. Die beiden Eingangshäuser zur Straße „Am Rosengarten“ unterscheiden sich in ihrer Größe und den barock geschwungenen Dächern von den anderen Häusern.

Zurück Im linken Gebäude befand sich eine Metzgerei, im rechten Haus viele Jahre eine Bäckerei mit Cafe, heute das St. Mocca ...

23. Cafe St. Mocca

Das heutige Cafe St. Mocca besteht seit 2007 und hat sich zu einer Begegnungsstätte der besonderen Art entwickelt. Hier arbeiten über 60 Ehrenamtler aus religiöser Überzeugung, damit sich die Gäste wohlfühlen.

Zurück Wir folgen der Straße Am Rosengarten, bis zu einem baumbestandenen Platz ...

24. Der Brunnen mit dem treuen Husar

Der rustikale Brunnen mit seiner Steinfigur, dem sogenannten „treuen Husar“, wurde 1928 von Prof. Euringer geschaffen. Mit seinem Musikinstrument, der „Quetsch“, ist er zur Symbolfigur des feiernden Bickendorfers geworden. Der Brunnen hat Platzgestaltungsfunktion und trägt zum romantischen Ambiente dieses Ortes bei.

Zurück Wir wenden uns nach rechts, um dem Grünen Brunnenweg bis zum Weißdornweg zu folgen ...

25. Das Haus „Grüner Brunnenweg Nr. 88

Das Haus gehört zum 2. Bauabschnitt der Siedlung „Bickendorf I“, der nach dem 1. Weltkrieg 1919 unter Federführung der Architekten Caspar Grod und Wilhelm Riphahn errichtet wurde. Typische Gestaltungsmerkmale sind die Schlusssteine über den Türen und die Motivsteine über den Fenstern. Gaupen und Treppengiebel gehören ebenfalls dazu.

Zurück Der Weg führt weiter bis zu einem Platz ohne Namen, auf dem sich früher die Wendeschleife der Straßenbahnlinie 4 befunden hatte ...

26. Im Rondellchen

Dieser backsteinerne Rundbau gehört zur Wohnungsgenossenschaft Kölner Gartensiedlung und wurde 1926 erbaut. Seit den 1950er Jahren ist hier die Veedelsgaststätte „Im Rondellchen“ untergebracht mit einer Größe von 43 Quadratmetern.

Zurück Wir gehen ein paar Schritte in den Akazienweg ...

27. Ehemaliges Wohnhaus des
1. DGB-Vorsitzenden Hans Böckler

Im Haus Akazienweg 125 wohnte von 1920 bis 1951 Hans Böckler, der Gründer und 1. Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Er wurde zum Kölner Ehrenbürger ernannt. An ihn erinnert eine Tafel am Haus.

Zurück Auf der gegenüberliegenden Seite stehen die Häuser der Bickendorfer Gartensiedlung ...

28. Die Bickendorfer Gartensiedlung

Zwischen 1919 und 1927 wurde die Bickendorfer Gartensiedlung erbaut. Bis heute hat sich die Siedlung ihr einheitliches Erscheinungsbild bewahrt, da es sich um eine Genossenschaftssiedlung handelt. Typisch für viele Häuser der Siedlung ist die ornamentale Backsteinschichtung des niederrheinischen Expressionismus.

Zurück Die Siedlung verfügt über eine besondere Einrichtung am Josef-Esser-Platz. Zu ihr gelangt man, wenn man dem Akazienweg nach rechts bis zur Straße Unter Kirschen folgt. Dort biegt man ab bis zur Straße Unter Bergamotten, die man nach rechts bis zum Platz geht ...

29. Das Genossenschaftsheim
mit dem „Friedrich-Ebert-Saal“

Hier steht seit 1926 das einzige Genossenschaftsheim Kölns. Der größte Raum ist der „Friedrich-Ebert-Saal“ und diente der Genossenschaft als Versammlungs- und Feierstätte. Nach dem Krieg wurde der Saal zum Kino mit 350 Plätzen, den „Rosenlichtspielen“. Von 1965 bis 2013 waren hier verschiedene Tonstudios vertreten. Heute nutzt die Verwaltung der Kölner Gartensiedlung die Räume und vermietet den großen Saal.

Zurück Zurück auf dem Akazienweg, vorbei am Rondellchen erreichen wir den westlichen Zugang zur Rosenhofsiedlung ...

30. Die ehemaligen Künstlerateliers in der GAG-Rosenhof-Siedlung


Am Durchgang des Hauses Akazienweg 60 könnte eine Infotafel an die vier ehemaligen Künstlerateliers in der GAG-Rosenhof-Siedlung und deren namhafte Nutzer erinnern. In der GAG-Rosenhofsiedlung gab es vier Künstlerateliers, die im Zuge der Sanierung ab 2004 zurückgebaut wurden. In den Ateliers arbeiteten Künstler der Gruppe der „Kölner Progressiven“. Ihre Kunstwerke wurden von den Nationalsozialisten als „entartete“ Kunst diffamiert, aus Sammlungen und Museen entfernt und teilweise zerstört.
--- Am Akazienweg 60 hatte der Bildhauer Lambert Schmitthausen sein Atelier.
--- Er war befreundet mit dem Maler und Karikaturisten Franz-Joseph Esser, der an der Venloerstraße 710 sein Wohnatelier hatte.
--- Am Schlehdornweg 2 lebte von 1927bis1933 (Flucht nach Spanien) das Künstlerehepaar Martha Hegemann und Anton Räderscheidt. Von 1933 bis 1939 teilte sich das Künstlerpaar Alexandra Povorina und Friedrich Ahlers-Hestermann das Wohnatelier. Von 1939 bis 2002 nutzte der Künstler Friedrich Tschaschnig das Atelier.
--- Am Wacholderweg 4 lebte von 1928 bis 1933 (Flucht nach Südfrankreich der Maler Heinrich M. Davringhausen. Von 1933 bis 1954 nutzte der Künstler Fritz Schaefler das Dachatelier. Von 1954 bis 1963 folgte sein Sohn, der Architekt Hannsotto Schaefler und ab 1963 bis 2002 der Werbegrafiker Artur Piepenstock.

Zurück
Dem Schlehdornweg folgend, erreicht man die Kirche St. Dreikönigen ...

31. Die Kirche „St. Dreikönigen“

St. Dreikönigen wurde am 6. Januar 1929 geweiht. Die kubischen Formen von Turm und Gotteshaus sind den Häusern der Umgebung angepasst. Die schmalen, hohen Lanzettfenster sind das auffallendste Gestaltungsmerkmal des Sakralbaus.

Zurück Über den Kirchvorplatz gelangt man zum Wacholderweg, der zum Rosenhof führt ...

32. Die Rosenhofsiedlung (Bickendorf II)

Der rechteckige Platz trägt den Namen Rosenhof und hat der Siedlung Bickendorf II ihren heutigen Namen gegeben. Die Siedlung entstand zwischen 1922 und 1938 in verschiedenen Bauabschnitten. Architekt Wilhelm Riphahn lockerte die Fassaden durch Staffelung der Baukörper und Reihung der Fenster auf. Die Siedlung wurde von der GAG denkmalgerecht saniert und modernisiert.

Zurück Und am Treppenaufgang zur Parkanlage ...

33. Die Steinfiguren Adam und Eva

Neben der Treppe, die auf den Platz führt, sind zwei grobe Steinfiguren des Künstlers Jörg Barner auf dem Kopf stehend positioniert worden. Sie sollen Adam und Eva darstellen, die auf ihren Füßen das Weltall tragen. Die Figuren sind Schenkungen der GAG.

Zurück Über den Platz gehend, gelangt man nach rechts auf den Ahornweg, dem man bis zur Einmündung in den Häuschensweg folgt. Auf der Linken stand bis zum 8. März 2018 das „Herzhäuschen“. Wegen der schlechten Bausubstanz wurde es abgerissen und entsteht wieder neu am selben Ort ...

34. Das „Herzhäuschen“

In diesem Landarbeiterhäuschen aus dem 19. Jahrhundert wohnten bis zu ihrer Verschleppung und Ermordung sechs jüdische Kölner, fünf Mitglieder der Familie Herz und Carl Frankenstein. An ihr Schicksal erinnern die Stolpersteine im Gehweg.

Zurück Wenige Meter weiter erhebt sich ein mehrgeschossiges quer stehendes Backsteinhaus ...

35. Das Meister-Wirges-Haus Häuschensweg 10

Der Schriftzug „Malerei Wirges“ hat sich am Haus erhalten. Es verfügt über einen schönen Gewölbekeller und einen hölzernen Treppenaufgang.

Zurück An der Gabelung von Häuschensweg und Ahornweg steht ein schönes Backsteinhaus ...

36. Vorstadthaus Häuschensweg 18a

Das Haus in schöner Backsteinschichtung wurde um 1900 erbaut und ist ein für die damalige Zeit typisches Vorstadthaus.

Zurück Schräg gegenüber mündet die Nagelschmiedgasse ein, die man betritt und bis zum Haus Nr. 11 weitergeht ...

37. Die ehemalige Essigmanufaktur Weyers

Hinter der Toreinfahrt des Hauses Nagelschmiedgasse Nr.11 lag über 100 Jahre die Essigmanufaktur Weyers. Das Haus wurde im Jahre 1911 erbaut.

Zurück Auf der gegenüberliegenden Seite kommt man an den Hausmannshäusern vorbei, von denen einige unter Denkmalschutz stehen ...

38. „Hausmannshäuser“

Hier hat sich ein Ensemble von sogenannten „Hausmannshäusern“ erhalten, die giebelständig und platzsparend für Handwerker um 1850 erbaut wurden. Hinter den Häusern lagen die Werkstätten und Stallungen.

Zurück Folgt man weiter der Nagelschmiedgasse, erreicht man bald die Venloer Straße, die man stadtauswärts nach rechts betritt. Schon bald sieht man die nächste Station ...

39. Die Gaststätte Sasse an der Venloer Straße

Die ehemalige Gaststatte Schlottmann gehört zu den ältesten Gaststätten Bickendorfs und wurde um 1900 erbaut. Sie besitzt einen schönen Ziergiebel.

Zurück Der Weg geht weiter die Venloer Straße entlang bis zum Bickendorfer Hof. ...

40. Der „Bickendorfer Hof“

Die Gaststätte „Bickendorfer Hof“ wurde 1937 erbaut und entstammt mit ihren wuchtigen Rundbögen und Feldsteinen der späten Bauphase der Rosenhofsiedlung.

Zurück Weiter geht es auf der Venloer Straße bis zur U-Bahn-Haltestelle „Akazienweg“ ...

41. Das „Tor des Gerichts“

Am Eingang zur U-Bahnhaltestelle „Akazienweg“ hat der Künstler Heinrich Brummack allen KVB-Schwarzfahrern ein Denkmal gesetzt. Eine Tafel am Haus gegenüber weist darauf hin. Die Idee des Tores findet ihre Fortsetzung in der Gestaltung der U-Bahn-Station.

Zurück Dann folgt man der Venloer Straße bis hinter die Bahnbrücke ...

42. Deutschlands 1. städtisches „Zigeunerlager“

Hinter der Eisenbahnbrücke befand sich zwischen 1935 und 1940 das erste städtische „Zigeunerlager“ Deutschlands. Am 16. Mai 1940 wurden ca. 500 Sinti und Roma auf LKW verladen und über Köln-Deutz in die Ghettos nach Ostpolen verschleppt, wo die meisten an den Folgen der Misshandlungen starben. Daran erinnert ein weißes Blechschild.

Zurück Es folgt ein Überblick aller Stationen und ihren historischen Ansichten...

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E-Mail: kontakt(äd)kulturpfad-bickendorf.koeln
A-Mail: Uli Voosen, Weißdornweg 2, 50827 Köln
Tel: 0221 5306442

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